Notebooks unter 800 Euro: HP OmniBook 5 mit Wildcat Lake und Lenovo V15 mit Snapdragon C gegen das MacBook Neo
Am 1. Oktober 2026 hat HP das OmniBook 5 14 mit Intels neuer Einsteigerplattform Wildcat Lake vorgestellt, laut Tom's Hardware ab 699,99 US-Dollar mit 8 GB Arbeitsspeicher, 256 GB SSD und einem 14-Zoll-OLED-Display. Einen Tag davor hat Lenovo das V15 G7 Q7X bestätigt, ein 15-Zoll-Gerät mit Qualcomms Einstiegschip Snapdragon C, laut Notebookcheck noch ohne Preis. Beide Geräte werden als Antwort auf Apples MacBook Neo gehandelt, das im österreichischen Apple Store 799 Euro mit 256 GB und 899 Euro mit 512 GB kostet.
Im US-Store von Apple steht das MacBook Neo am 3. Oktober 2026 mit 699 Dollar. Damit kostet das HP in der Grundausstattung so viel wie das Apple-Gerät, mit derselben Menge an Arbeitsspeicher und SSD.
Was HP und Lenovo angekündigt haben
Das OmniBook 5 14 gibt es laut Notebookcheck mit Core 5 315, Core 5 320 oder Core 7 350, wobei der Core 7 350 erst später im Oktober folgt. Alle Display-Varianten sind OLED, die beiden Panels zum Start haben 1920 × 1200 Pixel und laut Tom's Hardware 300 Nits. Das MacBook Neo bringt laut Apples Datenblatt 500 Nits. Der Akku hat 60 Wh, HP nennt bis zu 42 Stunden Laufzeit. Das ist eine Herstellerangabe, gemessen bei lokaler Videowiedergabe, und Tom's Hardware weist auf genau diese Einschränkung hin.
Lenovo setzt im V15 G7 Q7X den Snapdragon C C11-0100 ein, mit acht Kryo-Kernen und einer NPU mit 12 TOPS. Notebookcheck nennt bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD, ein IPS-Display mit 1920 × 1200 Pixeln und 400 Nits und einen Akku mit 50 Wh. Lenovo gibt im JEITA-3.0-Test 23,28 Stunden an, die Intel-Ausführung desselben Geräts kommt nach Herstellerangabe auf 16,91 Stunden. Den Snapdragon C gibt es in Asien bereits im IdeaPad Slim 3x 14, ab umgerechnet rund 914 Dollar mit 8 GB und 512 GB.
| Modell | CPU | RAM | SSD | Preis | Verfügbarkeit | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Apple MacBook Neo | A18 Pro | 8 GB | 256 oder 512 GB | 799 / 899 € (AT), 699 / 799 $ (US) | lieferbar | Apple AT, Apple US |
| HP OmniBook 5 14 | Core 5 315, Core 5 320, Core 7 350 | 8 oder 16 GB, 12 GB ab November | 256 oder 512 GB, 1 TB ab November | ab 699,99 $ (US) | US-Store, kein Euro-Preis | Tom's Hardware, Notebookcheck |
| Lenovo V15 G7 Q7X | Snapdragon C C11-0100 | bis 16 GB | bis 512 GB | kein Preis | Konfigurationen in Europa gelistet | Notebookcheck |
| Lenovo IdeaPad Slim 3x 14 | Snapdragon C C11-0100 | 8 GB | 512 GB | ca. 914 $ (Asien) | Asien, Europa ohne Termin | Notebookcheck |
Was Notebookcheck gemessen hat
Notebookcheck nennt das HP in der Überschrift einen Rivalen des MacBook Neo und schreibt, der Core 7 350 könne laut Benchmarks dem A18 Pro einigermaßen Paroli bieten. Die eigene Messung der Redaktion vom Juni 2026 fällt nüchterner aus. In einem Lenovo IdeaPad Slim 3 15 lag der Core 7 350 etwa gleichauf mit dem Core i7-1355U und bei Mehrkernlast nur 10 Prozent vor dem Core 7 150U. Die integrierte Grafik war spürbar langsamer als die Iris Xe G7 mit 96 EUs, die seit Jahren in Bürogeräten steckt. Positiv war der Verbrauch: Unter FurMark zog das Gerät im Schnitt 20 W, ein Mini-PC mit Core 7 150U 34 W. Die Redaktion rät Käufern, sich stattdessen ein gebrauchtes Gerät mit Lunar Lake anzusehen.
Das HP startet mit den kleineren Core-5-Chips. Wer das schnellste Wildcat-Lake-Modell will, wartet bis Ende Oktober und zahlt mehr als den Einstiegspreis.
8 GB und 256 GB zum Einstiegspreis
Alle drei Grundausstattungen haben 8 GB Arbeitsspeicher, beim HP verlötet. Die Speicherkrise zeigt sich an der Lieferkette: Laut Tom's Hardware kommen die 12-GB-Variante und die 1-TB-SSD erst im November, das 2560 × 1600-Panel mit 620 Nits erst im März 2027. TrendForce erwartet für das vierte Quartal 10 bis 15 Prozent höhere DRAM-Vertragspreise und schreibt, dass PC-Hersteller die SSD-Kapazität in Mainstream-Modellen senken, um Materialkosten zu sparen. Wie es dazu kam, steht im Rückblick auf ein Jahr Speicherkrise. Auch bei Smartphones ziehen die Listenpreise an, Samsung hat die Galaxy-S26-Reihe in Deutschland und Österreich laut heise um mindestens 100 Euro verteuert.
Für ein Firmengerät mit Windows 11, Teams, mehreren Browser-Tabs und einem Virenscanner sind 8 GB eng, und verlöteter Speicher lässt sich später nicht nachrüsten. Bei Ausschreibungen lohnt es sich deshalb, den Preis der 16-GB-Konfiguration abzufragen statt den beworbenen Einstiegspreis.
Windows auf ARM ohne Copilot+
Mit 12 TOPS erreicht die NPU des Snapdragon C nicht die Schwelle für Copilot+ PCs, Microsoft nennt für die Snapdragon-X-Chips dieser Geräteklasse 45 TOPS. Die lokalen KI-Funktionen von Windows 11, die an Copilot+ gebunden sind, fehlen damit.
Wichtiger für den Betrieb ist die Software. Microsoft schreibt in derselben Dokumentation, dass Arm-Apps nativ laufen und x86- und x64-Programme in Emulation, und verweist für die Kompatibilität einzelner Programme auf die Liste Windows on Arm Ready Software. Für eine Firma heißt das: Vor einer Bestellung muss ein Testgerät die Fachanwendung, das ERP-Frontend, den VPN-Client, die Druckertreiber und das Endpoint-Schutzprogramm durchlaufen. Wer ohnehin über einen Plattformwechsel am Arbeitsplatz nachdenkt, findet die Abwägung im Vergleich Ubuntu gegen Windows 11 am Arbeitsplatz.
Preis und Verfügbarkeit im DACH-Raum
Einen offiziellen Euro-Preis hat von den drei Geräten nur das MacBook Neo. Notebookcheck schreibt zwar, HP habe das OmniBook 5 weltweit eingeführt, verlinkt aber auf den US-Store, und die deutsche Produktseite von HP nannte am 3. Oktober keinen Preis für die Wildcat-Lake-Ausführung. Eine Pressemitteilung von HP mit Angaben zu Europa war nicht auffindbar. Lenovo hat für das V15 G7 Q7X laut Notebookcheck Konfigurationen in mehreren europäischen Ländern gelistet, ohne Preis. Die Intel-Ausführung desselben Geräts beginnt laut Notebookcheck in Deutschland bei über 1.000 Dollar, was zeigt, wie weit US-Einstiegspreise und deutsche Listenpreise auseinanderliegen können.
Wer im vierten Quartal 2026 Notebooks für 20 bis 200 Arbeitsplätze beschafft, sollte die Euro-Angebote mit 16 GB und 512 GB vergleichen, sobald HP und Lenovo sie veröffentlichen, und vor jedem ARM-Gerät einen Testlauf mit der eigenen Software einplanen. Ob das OmniBook 5 hierzulande unter dem MacBook Neo mit 799 Euro landet, ist offen, bis HP einen Euro-Preis nennt.
Weiterführende Quellen
- Tom's Hardware, HP OmniBook 5 ab 699,99 US-Dollar: Ausstattung, verschobene Optionen, Akku-Einschränkung
- Notebookcheck, OmniBook 5 weltweit eingeführt: CPU-Varianten, 60-Wh-Akku, Core 7 350 später im Oktober
- Notebookcheck, erste Benchmarks des Core 7 350: unabhängige Messung vom Juni 2026
- Notebookcheck, Lenovo V15 G7 Q7X mit Snapdragon C: Daten, Akkuangaben, kein Preis
- Notebookcheck, Lenovo IdeaPad Slim 3x 14: erster Snapdragon-C-Preis in Asien
- Apple Store Österreich, MacBook Neo: 799 und 899 Euro
- Apple Store USA, MacBook Neo: 699 und 799 Dollar
- Apple, technische Daten MacBook Neo: A18 Pro, 8 GB, 500 Nits
- Microsoft Learn, Windows on Arm: Emulation von x86/x64, 45 TOPS der Copilot+ PCs
- Windows on Arm Ready Software: Kompatibilitätsliste für Programme
- TrendForce, Vertragspreise viertes Quartal 2026: DRAM plus 10 bis 15 Prozent, kleinere SSDs in Mainstream-Notebooks
- heise, Samsung erhöht Preise der Galaxy-S26-Serie: Listenpreise in DE und AT
Ist das HP OmniBook 5 14 in Deutschland oder Österreich schon zu kaufen?+
Stand 3. Oktober 2026 gibt es für die Wildcat-Lake-Ausführung weder einen Euro-Preis noch einen Liefertermin. Der Preis von 699,99 US-Dollar gilt für den US-Store von HP, laut Tom's Hardware und Notebookcheck. Eine Pressemitteilung von HP mit Europa-Angaben lag nicht vor.
Wie schnell ist Intel Wildcat Lake im Vergleich?+
Notebookcheck hat den Core 7 350 im Juni 2026 etwa gleichauf mit dem Core i7-1355U gemessen, bei Mehrkernlast nur 10 Prozent vor dem Core 7 150U. Die integrierte Grafik war langsamer als die alte Iris Xe G7 mit 96 EUs. Das HP startet mit kleineren Core-5-Chips, der Core 7 350 soll erst später im Oktober kommen.
Ist das Lenovo V15 mit Snapdragon C ein Copilot+ PC?+
Nein. Die NPU des Snapdragon C leistet laut Notebookcheck 12 TOPS. Microsoft nennt für die Snapdragon-X-Chips der Copilot+ PCs 45 TOPS. x86- und x64-Programme laufen auf Windows on Arm in Emulation, deshalb muss vor dem Kauf jede Fachanwendung, jeder VPN-Client und jede Sicherheitssoftware auf dem Gerät getestet werden.
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