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Windows2026-10-19· Von Franz Senn

Windows 10 LTSB 2016 ohne Support, Server 2016 folgt am 12. Januar 2027: was Admins jetzt planen

Am 13. Oktober 2026 endete der reguläre Support für Windows 10 Enterprise LTSB 2016 und IoT Enterprise LTSB 2016, mit dem letzten Update an diesem Tag. Windows Server 2016 folgt am 12. Januar 2027. heise hat am 19. Oktober zusammengestellt, was Administratoren jetzt entscheiden müssen. Die Lage in Kürze: Zwei Fristen liegen drei Monate auseinander, und ESU kauft Zeit, aber keine Lösung.

Wortmarke von Microsoft
Quellen: heise vom 19. Oktober 2026 und die Lifecycle-Seite von Microsoft zu Windows Server 2016. Preise nennt Microsoft für LTSB 2016 öffentlich nicht. (Quelle: Datei via Wikimedia Commons)

Die Fristen

Die Lifecycle-Seite von Microsoft führt Windows Server 2016 mit Start am 15. Oktober 2016, Ende des Mainstream-Supports am 12. Januar 2022 und Ende des erweiterten Supports am 13. Januar 2027, 06:59 Uhr in der Zeitzone Pacific. heise nennt den 12. Januar als Frist; wer sicher planen will, nimmt diesen früheren Tag.

Fristen rund um Windows 20163. August 2026ESU für Server 2016 überAzure Arc konfigurierbar13. Oktober 2026LTSB 2016 und Office 2021LTSC ohne Support12. Januar 2027Server 2016 und Windows 10LTSC 202113. Januar 2027ESU-Abrechnung für Server2016 beginnt
Termine laut heise; das Server-Enddatum bestätigt Microsofts Lifecycle-Seite bis auf den Tag (12. oder 13. Januar). (Quelle: heise, 19.10.2026)

Am 12. Januar 2027 endet laut heise außerdem der reguläre Support für Windows 10 Enterprise LTSC 2021, dessen ESU-Programm die IoT-Edition nicht abdeckt. Dazu kommen Produkte, die an Server 2016 hängen: Hyper-V Server 2016, WSUS, IIS 10 und .NET Framework 4.6.2. Die System-Center-2016-Familie, darunter Operations Manager und Virtual Machine Manager, verliert den Support einen Tag früher. Office 2021 und Office LTSC 2021 endeten am 13. Oktober 2026. Windows Server 2022 wechselt in den erweiterten Support, der bis Oktober 2031 läuft.

Was ESU deckt und kostet

Für Windows 10 LTSB 2016 gibt es kostenpflichtige ESU für bis zu drei Jahre. Voraussetzung sind das Servicing Stack Update KB5122874 und das Sicherheitsupdate KB5123099 vom September 2026 oder neuer. Den Schlüssel (MAK) bezieht die Enterprise-Edition über das Microsoft 365 Admin Center, der Entra-Account braucht dazu die Rolle Product Key Reader oder VL Administrator. Bei der IoT-Edition kommt der Schlüssel vom OEM-Partner. Einen öffentlichen Preis hat Microsoft nach heise nicht genannt.

Für Server 2016 lassen sich ESU seit dem 3. August über Azure Arc konfigurieren, Updates gibt es bis 2030, die Abrechnung beginnt am 13. Januar 2027. Workloads vor Ort verlangen aktive Software Assurance oder ein vergleichbares Server-Abonnement, SPLA ist für diese ESU nicht vorgesehen. Ob ein Umzug nach Azure automatisch kostenlose ESU bringt, ist laut heise nicht eindeutig: Azure Local gilt als kostenpflichtig, andere Microsoft-Seiten nennen Azure-VMs und Azure VMware Solution kostenlos.

ESU liefert nur kritische und wichtige Sicherheitsupdates. Neue Funktionen, andere Fehlerkorrekturen und regulärer technischer Support gehören nicht dazu. Heise fasst es so: ESU können Zeit für die Umstellung kaufen, ersetzen aber weder die Inventur noch die Migration.

Womit die Inventur beginnt

heise nennt eine Reihenfolge, die sich für jede Umgebung übernehmen lässt:

  1. Hardware prüfen: Windows 11 braucht TPM 2.0, Secure Boot und eine unterstützte CPU.
  2. Anwendungen gegen eine aktuelle .NET-Laufzeit testen.
  3. Serverrollen, Lizenzen und angeschlossene Software erfassen, etwa Backup-Agenten und Monitoring.
  4. Software Assurance oder Server-Abonnement klären, bevor man auf Azure-Arc-ESU baut.

Bei Domain Controllern rät der Artikel von In-Place-Upgrades ab. Microsoft empfiehlt, neue Domain Controller zu installieren, zu Domain Controllern zu befördern und die alten herabzustufen. Für Server 2025 muss die Gesamtstruktur- und Domänenfunktionsebene mindestens Windows Server 2016 betragen. Bei Nicht-Cluster-Systemen können In-Place-Upgrades mehrere Versionen überspringen, dabei können Altlasten in den Einstellungen bleiben.

Und noch ein Zeitpunkt, der leicht untergeht: Der MAK kann nach dem Kauf drei bis fünf Werktage brauchen. Wer erst im Dezember bestellt, riskiert, die Frist zu verpassen.

Was wir daraus mitnehmen

Aus den Quellen lässt sich keine Pauschalempfehlung ableiten, weil Preis und Lizenzlage vom Vertrag abhängen. Ein Schritt gilt aber überall: eine Liste aller Systeme mit Windows 10 LTSB 2016, Server 2016 und den oben genannten Begleitprodukten, mit Rolle, Besitzer und Zieldatum. Erst danach lässt sich entscheiden, was migriert und was per ESU überbrückt wird.

Weiterführende Quellen

Fragen?
Wann endet der Support für Windows Server 2016?+

Der erweiterte Support endet am 12. Januar 2027. Microsofts Lifecycle-Seite nennt als Enddatum den 13. Januar 2027, 06:59 Uhr (Angabe in Pacific Time), heise den 12. Januar 2027. Wer sicher planen will, nimmt den früheren Tag.

Gibt es erweiterte Sicherheitsupdates für Server 2016?+

Ja, laut heise lassen sich ESU für Server 2016 seit dem 3. August 2026 über Azure Arc konfigurieren. Die Abrechnung beginnt am 13. Januar 2027, Updates gibt es bis 2030. Für Workloads vor Ort ist aktive Software Assurance oder ein vergleichbares Server-Abonnement nötig.

Was kostet die ESU für Windows 10 LTSB 2016?+

Microsoft hat dafür nach heise keinen öffentlichen Preis veröffentlicht. Der oft genannte Wert von 61 US-Dollar pro Gerät im ersten Jahr gehört zu Windows 10 22H2 und lässt sich nicht übertragen.