StrategieSelf-Hosting als Strategie: Datenhoheit statt Cloud-Abhängigkeit
"In die Cloud" war jahrelang die Standardantwort. Wir sehen das differenzierter: Für planbare, dauerhafte Workloads ist eigene Hardware oft günstiger, schneller und rechtlich sauberer.
Die drei Argumente
1. Datenhoheit. Kundendaten, Verträge, interne Dokumente — und zunehmend KI-Inferenz über genau diese Daten. Auf eigener Hardware verlassen sie das Haus nicht. Das vereinfacht DSGVO-Fragen erheblich.
2. Kostenstruktur. Cloud rechnet sich bei elastischen Spitzen. Bei dauerhaft laufenden VMs, Storage und vor allem GPU-Inferenz kippt die Rechnung schnell zugunsten eigener Hardware — die monatliche Cloud-GPU-Rechnung kauft in wenigen Monaten die Karte.
3. Kontrolle. Keine überraschenden Preis- oder Lizenzänderungen (siehe unsere VMware-Migration), keine API-Limits, kein Vendor-Lock-in.
Was Self-Hosting wirklich kostet
Ehrlich bleiben: Eigene Hardware heißt eigene Verantwortung.
- Hochverfügbarkeit muss man bauen — Proxmox-Cluster, DRBD/LINSTOR-Storage, Backups.
- Security & Betrieb: Firewalling, CrowdSec, Monitoring mit Graylog, Patch-Management.
- Know-how: Das ist der eigentliche Posten — und genau hier setzen wir an.
Wo die Cloud trotzdem gewinnt
Self-Hosting ist kein Dogma. Für unregelmässige Lastspitzen, globale Auslieferung (CDN), Cold-Archive-Storage und kurzlebige Experimente ist die Cloud weiterhin das bessere Werkzeug. Die ehrliche Rechnung ist eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über drei bis fünf Jahre — inklusive Strom, Hardware-Abschreibung und Personalzeit — nicht der Listenpreis-Vergleich.
Unser Ansatz
Wir betreiben einen hybriden, aber on-prem-zentrierten Stack: Proxmox-Virtualisierung, HA-Storage, eigene LLM-Inferenz auf GPUs, Mail und Monitoring — alles unter eigener Kontrolle. Self-Hosting ist für uns kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für Souveränität und kalkulierbare Kosten.
Wann gewinnt die Cloud trotzdem gegen eigene Hardware?+
Self-Hosting ist kein Dogma. Für unregelmässige Lastspitzen, globale Auslieferung per CDN, Cold-Archive-Storage und kurzlebige Experimente bleibt die Cloud das bessere Werkzeug. Eigene Hardware lohnt sich vor allem bei planbaren, dauerhaften Workloads. Die ehrliche Entscheidung ist eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über drei bis fünf Jahre, nicht ein Dogma in die eine oder andere Richtung.
Ist Self-Hosting wirklich günstiger als die Cloud?+
Für planbare, dauerhaft laufende Workloads oft ja — besonders bei VMs, Storage und GPU-Inferenz, wo die monatliche Cloud-GPU-Rechnung die Karte in wenigen Monaten kauft. Die ehrliche Rechnung ist aber eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über drei bis fünf Jahre inklusive Strom, Hardware-Abschreibung und Personalzeit, nicht der reine Listenpreis-Vergleich.
Welche versteckten Kosten bringt Self-Hosting mit sich?+
Eigene Hardware heisst eigene Verantwortung. Hochverfügbarkeit muss man selbst bauen — Proxmox-Cluster, DRBD/LINSTOR-Storage und Backups. Dazu kommen Security und Betrieb: Firewalling, CrowdSec, Monitoring und Patch-Management. Der eigentliche Posten ist aber das Know-how. Ohne dieses Wissen im Haus oder als Partner kippt die Rechnung schnell wieder zurück Richtung Cloud.