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Strategie2025-05-20· Von Franz Senn

Self-Hosting als Strategie: Datenhoheit statt Cloud-Abhängigkeit

"In die Cloud" war jahrelang die Standardantwort. Wir sehen das differenzierter: Für planbare, dauerhafte Workloads ist eigene Hardware oft günstiger, schneller und rechtlich sauberer.

Die Entscheidungskette vor jedem EigenbetriebZweckwas soll es leistenDatenSchutzbedarfBetriebwer pflegt esAusfallwas kostet StillstandAusstiegDaten wieder raus
Die Frage nach dem Ausstieg gehört an den Anfang, nicht ans Ende. (Quelle: senn-tech, eigener Betrieb)

Die drei Argumente

1. Datenhoheit. Kundendaten, Verträge, interne Dokumente — und zunehmend KI-Inferenz über genau diese Daten. Auf eigener Hardware verlassen sie das Haus nicht. Das vereinfacht DSGVO-Fragen erheblich.

2. Kostenstruktur. Cloud rechnet sich bei elastischen Spitzen. Bei dauerhaft laufenden VMs, Storage und vor allem GPU-Inferenz kippt die Rechnung schnell zugunsten eigener Hardware — die monatliche Cloud-GPU-Rechnung kauft in wenigen Monaten die Karte.

3. Kontrolle. Keine überraschenden Preis- oder Lizenzänderungen (siehe unsere VMware-Migration), keine API-Limits, kein Vendor-Lock-in.

Was Self-Hosting wirklich kostet

Ehrlich bleiben: Eigene Hardware heißt eigene Verantwortung.

Wo die Cloud trotzdem gewinnt

Self-Hosting ist kein Dogma. Für unregelmässige Lastspitzen, globale Auslieferung (CDN), Cold-Archive-Storage und kurzlebige Experimente ist die Cloud weiterhin das bessere Werkzeug. Die ehrliche Rechnung ist eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über drei bis fünf Jahre — inklusive Strom, Hardware-Abschreibung und Personalzeit — nicht der Listenpreis-Vergleich.

Unser Ansatz

Wir betreiben einen hybriden, aber on-prem-zentrierten Stack: Proxmox-Virtualisierung, HA-Storage, eigene LLM-Inferenz auf GPUs, Mail und Monitoring — alles unter eigener Kontrolle. Self-Hosting ist für uns kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für Souveränität und kalkulierbare Kosten.

Weiterführende Quellen

Fragen?
Wann gewinnt die Cloud trotzdem gegen eigene Hardware?+

Self-Hosting ist kein Dogma. Für unregelmässige Lastspitzen, globale Auslieferung per CDN, Cold-Archive-Storage und kurzlebige Experimente bleibt die Cloud das bessere Werkzeug. Eigene Hardware lohnt sich vor allem bei planbaren, dauerhaften Workloads. Die ehrliche Entscheidung ist eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über drei bis fünf Jahre, nicht ein Dogma in die eine oder andere Richtung.

Ist Self-Hosting wirklich günstiger als die Cloud?+

Für planbare, dauerhaft laufende Workloads oft ja — besonders bei VMs, Storage und GPU-Inferenz, wo die monatliche Cloud-GPU-Rechnung die Karte in wenigen Monaten kauft. Die ehrliche Rechnung ist aber eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über drei bis fünf Jahre inklusive Strom, Hardware-Abschreibung und Personalzeit, nicht der reine Listenpreis-Vergleich.

Welche versteckten Kosten bringt Self-Hosting mit sich?+

Eigene Hardware heisst eigene Verantwortung. Hochverfügbarkeit muss man selbst bauen — Proxmox-Cluster, DRBD/LINSTOR-Storage und Backups. Dazu kommen Security und Betrieb: Firewalling, CrowdSec, Monitoring und Patch-Management. Der eigentliche Posten ist aber das Know-how. Ohne dieses Wissen im Haus oder als Partner kippt die Rechnung schnell wieder zurück Richtung Cloud.