SQL Server 2022/2025 im Eigenbetrieb — nicht nur unter Windows
SQL Server und Linux — das klang 2017 noch wie ein Widerspruch. 2026 ist es gesetzt: ein SQL Server läuft als Docker-Container so zuverlässig wie unter Windows, ohne Betriebssystemlizenz.
SQL Server auf Linux: Was funktioniert
docker run -e 'ACCEPT_EULA=Y' -e 'MSSQL_SA_PASSWORD=...' \
-p 1433:1433 -d mcr.microsoft.com/mssql/server:2022-latest
Der Container bringt die Engine mit — Agent, Fulltext, Replikation. SSIS, SSRS und SSAS bleiben Windows-only, aber die Datenbank-Engine ist vollwertig.
Ein oft übersehener Vorteil: das Host-OS muss nicht Windows sein. In Proxmox läuft der Container auf einer schlanken Linux-VM, gemeinsam mit anderen Diensten — das spart Ressourcen und Lizenzen.
2022 → 2025: Was neu ist
SQL Server 2022 brachte Contained Availability Groups, verbesserte Query-Intelligenz und Azure-Arc-Integration. 2025 zieht bei Performance und KI-Features nach — native Vektor-Suche, verbesserte Abfrageoptimierung für grosse Datasets und T-SQL-Erweiterungen für JSON-Pfadabfragen.
Die Lizenzierung bleibt das gewohnte Modell: Core-based oder Server+CAL. Interessant für KMU: die Developer Edition ist kostenlos, voll funktionsfähig und für Nicht-Produktionsumgebungen völlig ausreichend.
Backup & HA im Eigenbetrieb
Einfach und getestet:
- Backup:
BACKUP DATABASE ... TO DISK, komprimiert, regelmässig per SQL Agent oder Cron auf NFS/ZFS-Share, dort von Snapshots und Replikation geschützt - Hochverfügbarkeit: Availability Groups auf Linux (Pacemaker), oder — für weniger kritische Systeme — Log Shipping auf Standby
Wann SQL Server, wann PostgreSQL?
Wenn Anwendungen SQL Server erwarten (Dynamics, viele .NET-Lösungen) oder wenn T-SQL-Know-how im Team sitzt, ist SQL Server die wirtschaftlichere Wahl als eine Migration. Für neue Projekte ohne solche Abhängigkeiten ist PostgreSQL die flexiblere Alternative.
Fazit
SQL Server im Eigenbetrieb lohnt sich für Workloads mit bestehender Microsoft-Abhängigkeit — besonders unter Linux, wo die Lizenzkosten des Host-OS entfallen.
Zahlen wir unter Linux weiterhin eine Windows-Lizenz für SQL Server?+
Nein. Als Docker-Container läuft SQL Server auf Linux ohne Betriebssystemlizenz — das Host-OS muss nicht Windows sein. Das Lizenzmodell der Datenbank bleibt gewohnt: Core-based oder Server plus CAL. Für KMU interessant: die Developer Edition ist kostenlos, voll funktionsfähig und für Nicht-Produktionsumgebungen völlig ausreichend.
Was funktioniert unter Linux nicht mehr?+
Die Datenbank-Engine ist vollwertig — Agent, Fulltext und Replikation bringt der Container mit. Windows-only bleiben SSIS, SSRS und SSAS. Wer diese Dienste braucht, muss sie separat unter Windows betreiben. Für reine Datenbank-Workloads spielt das keine Rolle, und in Proxmox läuft der Container auf einer schlanken Linux-VM neben anderen Diensten.
SQL Server oder PostgreSQL — was passt für uns?+
Wenn Anwendungen SQL Server erwarten, etwa Dynamics oder viele .NET-Lösungen, oder wenn T-SQL-Know-how im Team sitzt, ist SQL Server wirtschaftlicher als eine Migration. Für neue Projekte ohne solche Abhängigkeiten ist PostgreSQL die flexiblere Alternative. Die Entscheidung hängt also an bestehenden Abhängigkeiten, nicht an einer generellen Überlegenheit.