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Infrastruktur2025-02-18

Von VMware zu Proxmox: Warum wir den Hypervisor gewechselt haben

Nach der Broadcom-Übernahme von VMware stellte sich für viele Betreiber dieselbe Frage wie bei uns: weiter steigende Lizenzkosten und Paketbündel hinnehmen — oder die Virtualisierung selbst in die Hand nehmen? Wir haben uns für Proxmox VE entschieden. Hier die Gründe und die Stolpersteine.

Warum Proxmox

Proxmox VE ist eine vollständige Server-Virtualisierungsplattform auf Basis von KVM und LXC, mit Clustering und Hochverfügbarkeit out of the box — Open Source, ohne Lizenzfallen.

  • Kostenstruktur: Support-Subscription statt Core-basierter Lizenzierung.
  • Datenhoheit: läuft auf eigener Hardware, kein Vendor-Lock-in.
  • Flexibilität: KVM-VMs und Container nebeneinander, ZFS, und ein offenes Storage-Modell.

Der Migrationspfad

Proxmox bringt seit einiger Zeit einen Import-Assistenten für VMware/ESXi mit, der VMDKs direkt einlesen kann. Trotzdem gilt: erst inventarisieren, dann migrieren.

  1. Bestandsaufnahme — VMs, Abhängigkeiten, Netzwerk-VLANs, Storage-Bedarf.
  2. Testmigration einzelner unkritischer VMs, inklusive Treiber-Umstellung (VirtIO).
  3. VirtIO-Treiber in den Gästen vorbereiten — gerade bei Windows-VMs der häufigste Fallstrick.
  4. Cutover in Wartungsfenstern, mit Rollback-Pfad.

Was wir gelernt haben

Der Hypervisor-Wechsel war der einfache Teil. Die eigentliche Reise begann beim Storage — von Ceph über Vitastor bis DRBD. Aber das ist eine eigene Geschichte (die nächsten Artikel).

Wer von VMware wegmigriert, gewinnt Kontrolle zurück — zahlt aber mit Lernaufwand beim Storage- und HA-Design. Für uns hat sich der Tausch gelohnt.