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Storage2025-04-22

Storage-Reise, Teil 1: Was uns Ceph gelehrt hat

Beim Wechsel zu Proxmox stellte sich sofort die Storage-Frage: kein zentrales SAN mehr, sondern software-defined storage auf den Nodes selbst. Der naheliegende Start war Ceph — Proxmox integriert es direkt.

Was Ceph richtig macht

Ceph ist ein verteiltes Objekt-, Block- und Dateisystem mit Selbstheilung und beliebiger Skalierung. Drei Eigenschaften haben uns überzeugt:

  • Keine Single Points of Failure — Daten werden über CRUSH auf viele OSDs verteilt.
  • Skalierung in die Breite — Nodes hinzufügen, Kapazität wächst mit.
  • Block-Storage (RBD) integriert sich sauber in Proxmox.

Wo es für uns geklemmt hat

Ceph ist für große Cluster gebaut. In kleineren Setups zeigt sich der Preis:

  • Ressourcenhunger: RAM und CPU pro OSD summieren sich; die Empfehlung von vielen Nodes ist real.
  • Latenz: Für sehr schreibintensive, latenzsensible VM-Workloads war die Write-Latenz höher als gewünscht.
  • Operativer Aufwand: Recovery- und Rebalancing-Vorgänge wollen verstanden und überwacht werden.

Fazit

Ceph war kein Fehler — es hat uns das Denken in verteiltem Storage beigebracht. Aber für unsere Node-Anzahl und unser Latenzprofil suchten wir etwas Schlankeres und Schnelleres. Das führte uns zu Vitastor — dazu Teil 2.