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Storage2026-06-16

TrueNAS als Fileserver-Ersatz: ZFS statt Windows-Fileserver

Der Windows-Fileserver ist eine der letzten Bastionen, die in vielen KMU noch unangetastet steht. Dabei spricht wenig dafür und viel dagegen. TrueNAS mit ZFS ist unsere Standardantwort.

Was am Windows-Fileserver stört

SMB-Freigaben kann Windows. Aber: NTFS ist kein Copy-on-Write-Dateisystem, Snapshots sind aufwendig, Replikation braucht DFS-R — und das ist kein Vergnügen. Dazu Lizenzkosten, Patch-Tage, Antiviren-Scanner, die beim Zugriff auf große Dateien alles ausbremsen.

TrueNAS: ZFS unter der Haube

ZFS prüft Datenintegrität bei jedem Lesevorgang. Snapshots sind augenblicklich und brauchen keinen zusätzlichen Platz — erst wenn sich Daten ändern. Replikation schiebt inkrementelle Snapshots auf einen zweiten TrueNAS oder einen Standby-Server.

zfs snapshot tank/freigabe@taeglich-$(date +%Y%m%d)

Ein Snapshot kostet nichts. 200 Snapshots kosten nichts. Das ändert, wie man über Datenversionierung denkt.

Migration: So haben wir es gemacht

Alte Freigaben als Dataset angelegt, SMB-Shares eingerichtet, ACLs übertragen. Die Windows-Clients merken vom Wechsel nichts — es bleibt SMB. Der Unterschied liegt unter der Haube: Prüfsummen, Kompression, Self-Healing.

Was TrueNAS nicht kann

Active-Directory-Domänencontroller ersetzen. Es integriert sich per AD-Join, aber es ist kein DC. Und: TrueNAS erwartet, dass Sie sich mit ZFS-Konzepten auseinandersetzen — Pools, vdevs, Datasets sind kein Hexenwerk, müssen aber verstanden sein.

Fazit

Für reine File-Serving-Aufgaben ist TrueNAS dem Windows-Fileserver in jeder Disziplin überlegen — außer im AD-Betrieb. Die Lizenzkosten sparen Sie nebenbei.