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Innovation2024-12-10· Von Franz Senn

So verankern Sie KI im Unternehmen, ohne die Kontrolle zu verlieren

KI entscheidet in immer mehr Branchen mit, wer schneller und günstiger arbeitet. Die Frage ist nur, wie man sie einsetzt. Die eigentliche Frage ist das Wie: kontrolliert, datenschutzkonform und mit klarem Geschäftsnutzen.

Der Weg einer Anfrage durch einen Unternehmens-KI-StackAnwendungFachsystemGatewayRouting, LimitsModelllokal oder gehostetDatenquelleERP, DMS, WikiProtokollAudit-Log
Gateway und Protokoll sind die zwei Stellen, an denen Governance überhaupt greifen kann. (Quelle: senn-tech, eigener Betrieb)

Die KI-Readiness-Matrix

Bevor ein einziges Modell läuft, muss die Organisation ehrlich bewertet werden. Drei Ebenen entscheiden über Erfolg oder Fehlinvestition:

  • Datengrundlage — Sind die Daten vollständig, korrekt, konsistent und aktuell?
  • Prozessreife — Gibt es klar definierte Abläufe, in die KI eingreifen kann?
  • Governance — Wer haftet, wer prüft, wo bleiben die Daten?

Erst wenn die Datengrundlage steht, ergibt ein Sprachmodell überhaupt Sinn. "Garbage in, garbage out" gilt für LLMs härter als für jedes andere System.

On-Premise statt Black Box

Der größte Hebel für Unternehmen ist die Datensouveränität. Wer Kundendaten, Verträge oder interne Dokumente durch eine externe API schickt, gibt Kontrolle ab — rechtlich und strategisch.

Die Alternative: Sprachmodelle auf eigener Hardware. Mit vLLM oder Ollama auf einer RTX-5090-Klasse-GPU läuft Inferenz lokal, schnell und DSGVO-konform.

# Inferenz-Server auf eigener Hardware
vllm serve --model llama-3.3-70b --tensor-parallel-size 1

RAG: Wissen, das zitiert

Reine Sprachmodelle halluzinieren. Retrieval-Augmented Generation koppelt das Modell an Ihre echten Dokumente: Eine Vektordatenbank wie Qdrant findet die relevanten Stellen, das Modell formuliert die Antwort — mit Quellenangabe.

So entsteht ein Assistent, der das Unternehmenswissen kennt, statt es zu erfinden.

Der Weg in den Betrieb

  1. Klein anfangen — ein klar umrissener Use-Case mit messbarem Nutzen.
  2. Datengrundlage säubern — bevor das Modell darauf zugreift.
  3. On-Prem aufsetzen — Inferenz und RAG unter eigener Kontrolle.
  4. Messen & iterieren — Qualität, Latenz und Akzeptanz im Auge behalten.

KI im Unternehmen kauft man nicht als Produkt, man baut sie als Fähigkeit auf. Wer die Datengrundlage vorab säubert, spart sich später teure Nachbesserungen und Fehlinvestitionen.

Weiterführende Quellen

Fragen?
Was muss stehen, bevor wir ein erstes Sprachmodell in Betrieb nehmen?+

Die Datengrundlage. Die KI-Readiness-Matrix verlangt drei Ebenen: vollständige, korrekte und aktuelle Daten, klar definierte Prozesse, in die KI eingreifen kann, und eine Governance, die Haftung und Prüfung regelt. Garbage in, garbage out gilt für LLMs härter als für jedes andere System. Erst wenn diese Basis steht, ergibt ein Sprachmodell überhaupt Sinn.

Warum On-Premise statt einer externen KI-API?+

Wer Kundendaten, Verträge oder interne Dokumente durch eine externe API schickt, gibt Kontrolle ab – rechtlich und strategisch. Mit vLLM oder Ollama auf einer RTX-5090-Klasse-GPU läuft Inferenz lokal, schnell und DSGVO-konform. Der größte Hebel für Unternehmen ist die Datensouveränität: die Modelle auf eigener Hardware statt in einer Black Box zu betreiben.

Wie verhindern wir, dass das Modell Fakten erfindet?+

Mit Retrieval-Augmented Generation. RAG koppelt das Modell an die echten Dokumente: Eine Vektordatenbank wie Qdrant findet die relevanten Stellen, das Modell formuliert die Antwort mit Quellenangabe. So entsteht ein Assistent, der das Unternehmenswissen kennt, statt es zu erfinden. Reine Sprachmodelle halluzinieren – RAG zwingt sie, sich auf belegbare Quellen zu stützen.