KI-Radar: xAI Grok 4.3 — schnelles, geschlossenes Frontier-Modell
xAI legt ein hohes Tempo vor. Mit Grok 4.3 und dem Multi-Agenten-Ableger 4.20 zeigt das Labor, wohin die Reise bei den proprietären Frontier-Modellen geht — und genau deshalb gehört es auf den Radar, auch wenn es nicht in unseren Eigenbetrieb passt.
Der Stand
- Grok 4.3: seit April verfügbar, mit nativer Video-Eingabe, Dokumentenerstellung (PDF, Tabellen, Folien) und spürbar besserem Tool-Calling.
- Grok 4.20: eine Multi-Agenten-Architektur mit vier kooperierenden Agenten und 2 Mio. Token Kontext, dazu Echtzeit-Zugriff auf X-Daten.
- Grok 5: im Training auf dem Colossus-2-Cluster, im Bereich mehrerer Billionen Parameter — erwartet im Lauf des Jahres.
- Bild und Video: mit grok-imagine sind auch generative Video-Modelle in der API.
Der Vorbehalt
Grok ist konsequent geschlossen: keine offenen Gewichte, kein Eigenbetrieb, Daten laufen über xAI und sind eng mit der Plattform X verzahnt. Für vertrauliche Geschäftsdaten und für alle, die Datenhoheit ernst nehmen, ist das ein Ausschlusskriterium — unabhängig davon, wie schnell das Modell ist.
Unsere Sicht
Wir verfolgen Grok als Tempo- und Funktions-Indikator: Was xAI vormacht, landet oft Monate später als offene Variante bei anderen. Auf unseren Eigenbetrieb-Pfad gehört es trotzdem nicht. Geschwindigkeit ersetzt keine Datenhoheit — und genau die ist im Mittelstand der Maßstab.