TrueNAS als Fileserver-Ersatz: ZFS statt Windows-Fileserver
Der Windows-Fileserver ist eine der letzten Bastionen, die in vielen KMU noch unangetastet steht. Dabei spricht wenig dafür und viel dagegen. TrueNAS mit ZFS ist unsere Standardantwort.
Was am Windows-Fileserver stört
SMB-Freigaben kann Windows. Aber: NTFS ist kein Copy-on-Write-Dateisystem, Snapshots sind aufwendig, Replikation braucht DFS-R — und das ist kein Vergnügen. Dazu Lizenzkosten, Patch-Tage, Antiviren-Scanner, die beim Zugriff auf große Dateien alles ausbremsen.
TrueNAS: ZFS unter der Haube
ZFS prüft Datenintegrität bei jedem Lesevorgang. Snapshots sind augenblicklich und brauchen keinen zusätzlichen Platz — erst wenn sich Daten ändern. Replikation schiebt inkrementelle Snapshots auf einen zweiten TrueNAS oder einen Standby-Server.
zfs snapshot tank/freigabe@taeglich-$(date +%Y%m%d)
Ein Snapshot kostet nichts. 200 Snapshots kosten nichts. Das ändert, wie man über Datenversionierung denkt.
Migration: So haben wir es gemacht
Alte Freigaben als Dataset angelegt, SMB-Shares eingerichtet, ACLs übertragen. Die Windows-Clients merken vom Wechsel nichts — es bleibt SMB. Der Unterschied liegt unter der Haube: Prüfsummen, Kompression, Self-Healing.
Was TrueNAS nicht kann
Active-Directory-Domänencontroller ersetzen. Es integriert sich per AD-Join, aber es ist kein DC. Und: TrueNAS erwartet, dass Sie sich mit ZFS-Konzepten auseinandersetzen — Pools, vdevs, Datasets sind kein Hexenwerk, müssen aber verstanden sein.
Fazit
Für reine File-Serving-Aufgaben ist TrueNAS dem Windows-Fileserver in jeder Disziplin überlegen — außer im AD-Betrieb. Die Lizenzkosten sparen Sie nebenbei.