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Storage2025-07-09
Storage-Reise, Teil 2: Vitastor — schnell, aber jung
Nach den Latenz-Erfahrungen mit Ceph (siehe Teil 1) haben wir Vitastor evaluiert: ein verteiltes Block-Storage-System, das architektonisch an Ceph erinnert, aber konsequent auf niedrige Latenz optimiert ist — gedacht für NVMe und schnelle Netze.
Was uns gefallen hat
- Latenz: Bei NVMe-Backends und 10/25-GbE-Netz spürbar geringere Write-Latenz als in unserem Ceph-Setup.
- Schlankheit: Weniger Overhead pro Node, einfacheres mentales Modell.
- Block-fokussiert: Genau das, was VM-Storage braucht — kein Feature-Ballast.
Wo wir vorsichtig wurden
Bei aller Geschwindigkeit zählt im Storage am Ende eines: Vertrauen.
- Ökosystem & Reife: kleinere Community, weniger Betriebserfahrung im Feld als bei Ceph oder DRBD.
- Tooling & Integration: weniger fertige Pfade für Monitoring, Backup und Proxmox-Integration.
- Risiko: Für produktive Kundendaten wollten wir eine Lösung mit langer Track-Record und kommerziellem Support-Pfad.
Die ehrliche Bilanz
Vitastor ist technisch beeindruckend und für die richtige Hardware sehr schnell. Für ein experimentierfreudiges Setup eine klare Empfehlung zum Anschauen. Für unsere produktive, hochverfügbare Plattform haben wir uns am Ende für die ausgereifte, support-fähige Variante entschieden: DRBD/LINSTOR — Teil 3.