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Strategie
Strategie2025-07-01· von Mag. (FH) Franz Senn

Business Intelligence self-hosted: Metabase

Business Intelligence klingt nach Power BI, Tableau, Cloud-Abos und Consultants. Metabase zeigt, dass es auch anders geht: ein Open-Source-Tool, das auf Ihre bestehenden Datenbanken zeigt und Antworten liefert.

Direkt auf die eigenen Daten

Metabase verbindet sich mit PostgreSQL, MySQL, SQL Server, MongoDB und Dutzend anderen Quellen. Keine Daten-Extraktion, kein separates Data Warehouse — es fragt, wo die Daten schon liegen.

docker run -d --name metabase -p 3000:3000 metabase/metabase

Das Deployment ist ein Docker-Container. Die Metabase-eigene H2-Datenbank reicht für Tests; für Produktion hängt sie an einem PostgreSQL, der in derselben Infrastruktur läuft.

Fragen ohne SQL

Die Query-Builder-Oberfläche lässt Nutzer per Mausklick filtern, gruppieren, aggregieren. Ein Klick auf „Summarize" und Metabase schlägt vor, was sinnvoll ist — Count, Sum, Average, Group by Monat.

Natürlich gibt es auch einen SQL-Editor. Für die, die es wollen. Für alle anderen reicht die grafische Oberfläche.

Dashboards und Embedding

Fragen werden zu Dashboards gruppiert, Dashboards in interne Webseiten eingebettet — ein iframe auf dem internen Portal, und der Vertrieb sieht live, was die Regionen liefern. Ohne Lizenzgebühr, ohne API-Limits.

Was Metabase nicht ist

Kein ETL-Tool, kein Data-Warehouse, kein Ersatz für Power BIs Datenmodellierungs-Features. Wer komplexe Sternschemata und dimensionsübergreifende Modellierung braucht, ist bei den grossen Plattformen besser aufgehoben. Metabase sitzt auf bestehenden Tabellen und zeigt, was da ist.

Fazit

Für die 80 % der BI-Fragen, die einfach beantwortet werden können, ist Metabase das richtige Werkzeug. Es reduziert BI von einem Jahresprojekt auf einen Docker-Container und einen Nachmittag.

FAQ
Was kostet der Eigenbetrieb von Metabase?+

Metabase ist Open Source und lässt sich als Docker-Container auf eigener Hardware betreiben — ohne Cloud-Abo und ohne Lizenzgebühr. Für Tests reicht die mitgelieferte H2-Datenbank, für den Produktivbetrieb hängen Sie Metabase an einen PostgreSQL, der ohnehin in Ihrer Infrastruktur läuft. Die Kosten sind also reine Betriebszeit auf vorhandener Hardware, keine pro-Nutzer-Lizenz.

Müssen unsere Mitarbeiter SQL können, um Metabase zu nutzen?+

Nein. Der grafische Query-Builder lässt Nutzer per Mausklick filtern, gruppieren und aggregieren — ein Klick auf „Summarize“ schlägt Count, Sum oder Average vor. Die Oberfläche reicht für die meisten alltäglichen BI-Fragen aus. Ein SQL-Editor existiert für die, die ihn wollen, ist aber für die breite Nutzung keine Voraussetzung.

Wann ist Metabase das falsche Werkzeug?+

Wenn Sie komplexe Sternschemata, aufwendige Datenmodellierung oder ein echtes Data Warehouse brauchen. Metabase ist kein ETL-Tool und ersetzt nicht die Modellierungs-Features von Power BI — es sitzt auf bestehenden Tabellen und zeigt, was da ist. Für die meisten BI-Fragen reicht es vollkommen; für stark dimensionierte Modelle sind die großen Plattformen die bessere Wahl.