Business Intelligence self-hosted: Metabase
Business Intelligence klingt nach Power BI, Tableau, Cloud-Abos und Consultants. Metabase zeigt, dass es auch anders geht: ein Open-Source-Tool, das auf Ihre bestehenden Datenbanken zeigt und Antworten liefert.
Direkt auf die eigenen Daten
Metabase verbindet sich mit PostgreSQL, MySQL, SQL Server, MongoDB und Dutzend anderen Quellen. Keine Daten-Extraktion, kein separates Data Warehouse — es fragt, wo die Daten schon liegen.
docker run -d --name metabase -p 3000:3000 metabase/metabase
Das Deployment ist ein Docker-Container. Die Metabase-eigene H2-Datenbank reicht für Tests; für Produktion hängt sie an einem PostgreSQL, der in derselben Infrastruktur läuft.
Fragen ohne SQL
Die Query-Builder-Oberfläche lässt Nutzer per Mausklick filtern, gruppieren, aggregieren. Ein Klick auf „Summarize" und Metabase schlägt vor, was sinnvoll ist — Count, Sum, Average, Group by Monat.
Natürlich gibt es auch einen SQL-Editor. Für die, die es wollen. Für alle anderen reicht die grafische Oberfläche.
Dashboards und Embedding
Fragen werden zu Dashboards gruppiert, Dashboards in interne Webseiten eingebettet — ein iframe auf dem internen Portal, und der Vertrieb sieht live, was die Regionen liefern. Ohne Lizenzgebühr, ohne API-Limits.
Was Metabase nicht ist
Kein ETL-Tool, kein Data-Warehouse, kein Ersatz für Power BIs Datenmodellierungs-Features. Wer komplexe Sternschemata und dimensionsübergreifende Modellierung braucht, ist bei den grossen Plattformen besser aufgehoben. Metabase sitzt auf bestehenden Tabellen und zeigt, was da ist.
Fazit
Für die 80 % der BI-Fragen, die einfach beantwortet werden können, ist Metabase das richtige Werkzeug. Es reduziert BI von einem Jahresprojekt auf einen Docker-Container und einen Nachmittag.