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Strategie
Strategie2025-07-01· Von Franz Senn

Business Intelligence self-hosted: Metabase

Business Intelligence klingt nach Power BI, Tableau, Cloud-Abos und Consultants. Metabase zeigt, dass es auch anders geht: ein Open-Source-Tool, das auf Ihre bestehenden Datenbanken zeigt und Antworten liefert.

Metabase: Startseite
Die Metabase-Startseite: Sammlungen, zuletzt genutzte Auswertungen und die angebundenen Datenbanken: Reporting, ohne dass Nutzer SQL schreiben müssen. (Quelle: Dilson.gross / Wikimedia, CC BY-SA 4.0)

Direkt auf die eigenen Daten

Metabase verbindet sich mit PostgreSQL, MySQL, SQL Server, MongoDB und Dutzend anderen Quellen. Keine Daten-Extraktion, kein separates Data Warehouse; es fragt, wo die Daten schon liegen.

docker run -d --name metabase -p 3000:3000 metabase/metabase

Das Deployment ist ein Docker-Container. Die Metabase-eigene H2-Datenbank reicht für Tests; für Produktion hängt sie an einem PostgreSQL, der in derselben Infrastruktur läuft.

Fragen ohne SQL

Die Query-Builder-Oberfläche lässt Nutzer per Mausklick filtern, gruppieren, aggregieren. Ein Klick auf „Summarize" und Metabase schlägt vor, was sinnvoll ist, Count, Sum, Average, Group by Monat.

Natürlich gibt es auch einen SQL-Editor. Für die, die es wollen. Für alle anderen reicht die grafische Oberfläche.

Dashboards und Embedding

Fragen werden zu Dashboards gruppiert, Dashboards in interne Webseiten eingebettet, ein iframe auf dem internen Portal, und der Vertrieb sieht live, was die Regionen liefern. Ohne Lizenzgebühr, ohne API-Limits.

Was Metabase nicht ist

Kein ETL-Tool, kein Data-Warehouse, kein Ersatz für Power BIs Datenmodellierungs-Features. Wer komplexe Sternschemata und dimensionsübergreifende Modellierung braucht, ist bei den grossen Plattformen besser aufgehoben. Metabase sitzt auf bestehenden Tabellen und zeigt, was da ist.

Fazit

Für die 80 % der BI-Fragen, die einfach beantwortet werden können, ist Metabase das richtige Werkzeug. Es reduziert BI von einem Jahresprojekt auf einen Docker-Container und einen Nachmittag.

Weiterführende Quellen

Fragen?
Was kostet der Eigenbetrieb von Metabase?+

Metabase ist Open Source und lässt sich als Docker-Container auf eigener Hardware betreiben, ohne Cloud-Abo und ohne Lizenzgebühr. Für Tests reicht die mitgelieferte H2-Datenbank, für den Produktivbetrieb hängen Sie Metabase an einen PostgreSQL, der ohnehin in Ihrer Infrastruktur läuft. Die Kosten sind also reine Betriebszeit auf vorhandener Hardware, keine pro-Nutzer-Lizenz.

Müssen unsere Mitarbeiter SQL können, um Metabase zu nutzen?+

Nein. Der grafische Query-Builder lässt Nutzer per Mausklick filtern, gruppieren und aggregieren, ein Klick auf „Summarize“ schlägt Count, Sum oder Average vor. Die Oberfläche reicht für die meisten alltäglichen BI-Fragen aus. Ein SQL-Editor existiert für die, die ihn wollen, ist aber für die breite Nutzung keine Voraussetzung.

Wann ist Metabase das falsche Werkzeug?+

Wenn Sie komplexe Sternschemata, aufwendige Datenmodellierung oder ein echtes Data Warehouse brauchen. Metabase ist kein ETL-Tool und ersetzt nicht die Modellierungs-Features von Power BI; es sitzt auf bestehenden Tabellen und zeigt, was da ist. Für die meisten BI-Fragen reicht es vollkommen; für stark dimensionierte Modelle sind die großen Plattformen die bessere Wahl.