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i ne--- title: "Hosting bei Hetzner: Root-Server und Colocation als Mittelweg" date: "2027-03-16" category: "Infrastruktur" excerpt: "Cloud ist teuer, eigener Serverkeller ist aufwendig. Hetzner bietet mit Root-Servern und Colocation den Mittelweg: eigene Hardware, fremder Strom, eigene Kontrolle. Was sich lohnt und wie wir es nutzen." tags: ["Hetzner", "Hosting", "Colocation", "Root-Server"]

Der eigene Serverkeller hat Grenzen: Stromausfall, Klimaanlage, Bandbreite. Ein Rechenzentrum hat das gelöst — und Hetzner macht den Zugang dazu erschwinglich. Root-Server und Colocation sind die Brücke zwischen Cloud-Bequemlichkeit und On-Prem-Kontrolle.

Root-Server: Dediziert, nicht geteilt

Ein Root-Server bei Hetzner ist ein physischer Server, den nur Sie nutzen. Keine Nachbarn auf derselben CPU, kein Noisy-Neighbour-Problem. Sie bekommen Root-Zugriff, installieren Ihr OS und betreiben darauf, was Sie wollen.

Die Preise dafür sind erstaunlich: Ein solider Server mit 64 GB RAM, AMD-EPYC-Kernen und NVMe-SSDs kostet weniger als eine vergleichbare Cloud-VM bei AWS, Azure oder Google Cloud — im Monat, nicht im Jahr.

# Hetzner Robot — Server installieren
ssh root@<server-ip>
# Proxmox, Ubuntu, was auch immer

Das ist die Basis für Virtualisierung: Proxmox auf dem Root-Server, dann eigene VMs für Mail, Helpdesk, Monitoring. Volle Kontrolle, keine Hypervisor-Nachbarn.

Colocation: Eigene Hardware im fremden RZ

Colocation geht weiter: Sie kaufen die Hardware selbst — die GPU-Workstation mit RTX 5090, den Storage-Server mit 12 HDDs — und stellen sie in Hetzners Rack. Strom, Kühlung, Netz und physische Sicherheit kommen vom RZ.

Das ist das Modell für KI-Inferenz mit eigener GPU: Die Karte kauft man einmal, der Server steht in Nürnberg oder Falkenstein, und die monatliche Rechnung deckt nur Strom und Uplink.

Wofür wir es nutzen

  • Root-Server für alles, was keine Spezialhardware braucht: Webserver, Mail-Gateway, Helpdesk, Monitoring, Metabase
  • Eigene Server on-prem für latenzkritische Dienste und KI-Inferenz mit GPUs — in Kufstein, direkt am Arbeitsplatz
  • Hetzner Storage-Box als externes Backup-Ziel — günstig, per SMB/NFS angebunden, automatisch via Proxmox Backup Server

Was Hetzner nicht kann

Hetzner ist kein Managed-Service-Provider. Der Root-Server kommt blank — OS-Installation, Härtung, Monitoring, Updates sind Ihre Aufgabe. Wer das nicht will, muss zu Managed Hosting oder Cloud greifen — und zahlt dafür.

Die Netzwerkanbindung ist gut, aber kein globales SDN. Multi-Region-Setups mit automatischem Failover zwischen Nürnberg und Helsinki erfordern eigene Arbeit.

Die Kosten im Vergleich

Drei Jahre Root-Server (EX101 mit 64 GB RAM) kosten weniger als ein Jahr vergleichbare AWS-EC2-Reserved-Instance — und der Root-Server hat dedizierte NVMe-Performance ohne I/O-Drosselung.

Fazit

Hetzner ist der pragmatische Mittelweg zwischen „eigener Keller" und „alles Cloud". Root-Server für Standard-Workloads, Colocation für Spezialhardware, Storage-Box für Backups. Zusammen mit on-prem-Infrastruktur ergibt das einen Hybrid-Stack, der Cloud-Kosten spart und Compliance vereinfacht.