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KI & Entwicklung2026-01-15

Agentic Coding: Wie KI-Agenten den Dev-Alltag verändern

Code-Vervollständigung war gestern. Die heutige Generation von KI-Tools plant, schreibt, testet und korrigiert — als Agent, der in einer Schleife arbeitet, statt nur Vorschläge einzuwerfen. Das verändert den Entwickleralltag grundlegender, als viele erwarten.

Was „agentic“ bedeutet

Ein Coding-Agent bekommt ein Ziel, nicht nur eine Zeile Kontext. Er:

  • erkundet das Projekt (liest Dateien, sucht, versteht Struktur),
  • plant Schritte,
  • führt aus (editiert, baut, testet) über Werkzeuge,
  • verifiziert das Ergebnis und korrigiert sich selbst.

Der Mensch wird vom Tippenden zum Reviewer und Architekten.

Wo es heute trägt

  • Routinearbeit: Migrationen, Refactorings, Tests, Boilerplate.
  • Onboarding in fremden Code: „Wie hängt das zusammen?“ in Minuten statt Stunden.
  • Prototyping: von der Idee zum lauffähigen MVP in einem Bruchteil der Zeit — das, was wir „Vibecoding“ nennen.

Wo Vorsicht bleibt

  • Architektur & Geschäftslogik: Agenten optimieren lokal; das große Bild bleibt menschlich.
  • Verifikation: Ein Agent, der behauptet „funktioniert“, ist kein Beweis. Tests laufen lassen, real prüfen.
  • Sicherheit: Generierter Code braucht dasselbe Review wie menschlicher — eher mehr.

Unser Standpunkt

Wir setzen agentische Werkzeuge produktiv ein — und behandeln sie wie sehr schnelle Junior-Entwickler: enorm hilfreich, aber unter Aufsicht. Die nächsten Artikel schauen konkret auf die Werkzeuge: Claude Code, Codex, Gemini und Co.